Geringere Auswahl für Aktionäre

Die Börsengänge von diversen Unternehmen bringen frischen Wind in die Auswahl der Aktien. Doch damit sah es im Jahr 2012 schlecht aus. Die Zahl der Börsengänge ist um über 30 % zurückgegangen. Rund 770 Unternehmen kamen in diesem Jahr dazu – im Vorjahr waren es noch rund 1100. Auch das Volumen ging zurück, und zwar auf 119 Milliarden Dollar. Die Informationen stammen aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

Dabei kommt Deutschland sogar noch relativ gut weg. 11 Unternehmen wagten sich hier auf das glatte Parkett der Börse. Zwar ist die Zahl geringer als im Vorjahr, aber das Volumen ist gestiegen. Stabile Konjunkturaussichten sprechen dafür, dass sich der Trend in Deutschland nach oben fortsetzt.
Allerdings sah es im Rest Europas schlecht aus. Die Zahl der Unternehmen, die an die Börse gingen, verringerte sich im Jahr 2012 fast um die Hälfte im Vergleich zu 2011. Das Volumen brach entsprechend ein, und betrug nur noch 12 Milliarden Dollar.

China führte jahrelang die Liste der Staaten an, die die höchste Zahl an Neuemissionen verkünden konnte. Aber auch hier sah es in diesem Jahr schlecht aus. Nur 228 Unternehmen wagten den Schritt in 12, während es in 11 noch 381 waren. Angeblich hätten Investoren mit Börsenneulingen keine so guten Erfahrungen gemacht, spekuliert man über die Ursachen.

Der erste Platz bei den Neuzugängen gehört international mit 16 Milliarden dem sozialen Netzwerk Facebook, das seit Mai an der Börse notiert ist. Gefolgt von Japan Airlines mit einem Erlös von 8,5 Milliarden Dollar. Platz 3 geht an den mexikanischen Grupo Financiero Santander Mexico mit 4 Milliarden.

Die Deutsche Telekom denkt ebenfalls über einen neuen Börsengang nach, und zwar von der britischen Tochter EE. Neue Investitionen stehen an, die so finanziert werden könnten. Ob es dazu kommt, wenn ja in welchem Zeitraum und mit welcher Summe, ist noch völlig offen. Ansonsten gäbe es keine neuen Pläne, die Börse betreffend, so Obermann von der Telekom. Geplant sind mit Investorengeldern der Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland und den USA.

Bildquelle: © Gerd Altmann / PIXELIO

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