Was versteht man eigentlich unteter Derivaten?

Unter Derivaten sind im Finanzbereich spezielle Agreements zu verstehen, die auf der Börse oder im privaten Geschäftsbereich eingesetzt werden. Der Unterschied zwischen einem Derivat und dem Abschluss eines konventionellen Kaufvertrages liegt darin, dass man den Kontrakt nicht direkt unterzeichnen sollte, sondern erst im Nachhinein. Demzufolge füllt ein Derivat in die Kategorie sogenannter Termingeschäfte, es wird also ein Zeitpunkt festgelegt, an dem der Händler den im Vertrag geregelten Pflichten und Rechten nachkommen muss. Das Derivat ist lediglich als Nachweis gedacht, dass der Anleger sich verpflichtet hat, in Zukunft sein Produkt zu bezahlen. Die Entwicklung seines Wertpapiergeschäfts hängt von den Veränderungen des Basiswertes ab.

Der Vorteil von Derivaten ist, dass diese dem Anleger Sicherheit im Falle einer Veränderung des Basiswertes gibt, denn er kann in etwa sein Eigentum zu einem späteren Zeitpunkt abgeben oder Optionsscheine verwenden. Als Absicherung eignen sich auch bestimmte Produktionsgüter, die man zukünftig erzeugen kann. Ein weiterer Vorzug von Derivaten ist die Spekulation. Man muss die Basiswerte weder an- oder verkaufen, sondern kann diese einfach einschätzen. Hier hat man auch die Möglichkeit, auf besondere Preisentwicklungen zu spekulieren, die ausschließlich der Derivatemarkt kennt. Eine dritte Methode, mit Derivaten Gewinne zu erwirtschaften bietet die sogenannte Arbitrage. Diese hängen von den Preisunterschieden am Terminmarkt ab.

Die Risiken bei Derivaten sind im Grunde dem Abschluss eines Kaufvertrages sehr ähnlich. Vor allem für Privatanleger birgt der Handel mit Derivaten immer eine gewisse Gefahr, denn außer den bereits bei den Kassengeschäften vorhandenen Aspekten gibt es noch eine Restlaufzeit sowie diverse andere Parameter, die der Endverbraucher nicht immer auf Anhieb versteht. Die Geschäfte mit Derivaten sind also eine komplexe Angelegenheit für ihn. Auch muss der Anleger gewarnt sein, im Extremfall einen zusätzlichen Kredit aufnehmen zu müssen, was vorher nicht vorgesehen war. Eine dritte Schwierigkeit ist das Brokerrisiko. Dass ein Broker einmal bankrottgeht, ist nie auszuschließen. Um Verluste zu vermeiden, empfiehlt sich das Eröffnen eines segregierten Einzelkontos.

Dort kann man eine Notreserve zusätzlich ablegen, die im Falle einer Insolvenz dem Anleger in 100%iger Höhe erstattet werden. Ein viertes Risiko ist das bereits bekannte Marktrisiko, so dass eine unvorhersehbare Kursschwankung sogar zum Totalverlust des Anlegers führen kann.

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1 Kommentare.

  1. cfdsbrokervergleich

    Auch CFDs sind derivate Wertpapiere und nicht termingebunden.

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